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Es geht wieder los!

Feeling: Die Aufregung hält sich noch in Grenzen

Listening: Fernseher und das laute Atmen von Mu

Thinking: I'm coming home!!

 

Fast genau ein Jahr ist es her, dass ich in Japan war. Morgen vor einem Jahr ging damals mein Rückflug von Takamatsu nach Tokyo. Und mir fällt auf, dass ich danach ja gar nichts mehr geschrieben habe. Naja, wie wohl jeder mitbekommen hat, bin ich letztes Jahr wohlbehalten wieder in Deutschland angekommen und habe noch wochen- und monatelang von diesem tollen Land geschwärmt. Jedenfalls ist es nun wieder soweit! Ich habe die Chance bekommen, noch einmal in dieses Land zu fliegen, welches ich so sehr liebe =) Da ich seit meinem ersten oder zweiten Semester Mitglied in einer AG meines Studiengangs bin und eben diese AG nun eine Exkursion nach Japan macht, bekam ich die Möglichkeit mitzufliegen. Der Flug geht heute Abend, mal wieder mit JAL. Der gleiche Flug, mit dem ich auch letztes Jahr übergesetzt habe. Also kanns ja nur gut werden, obwohl heute der 11. September ist ,-)  Irgendwie hab ich das alles noch nicht so richtig realisiert. In elf Stunden sitz ich im Flugzeug, aber ich bin nicht aufgeregt, weil ich ständig das Gefühl habe, dass alles noch so weit und so lange entfernt ist. Die vergangenen Tage bin ich fast verrückt geworden bei dem Gedanken wieder nach Takamatsu zu können, wieder Harajuku zu sehen, wieder dieses fantastische Essen genießen zu dürfen, wieder das dauerhafte Zirpen der Grillen um die Ohren zu haben, wieder die Ruhe der Tempel und Schreine genießen zu dürfen, wieder in das hektische Metropolenleben einzutauchen, ... Okay, nun bin ich doch aufgeregt!!

 

Mit der Uni sind wir zwei Wochen unterwegs. Da werden wir finanziell von diversen Vereinen und der Uni selbst gefördert, insofern werden die ersten drei Wochen nicht teuer. Denn wir bekommen den Flug bezahlt, sowie die Unterkünfte in einem alten traditionellen japanischen Hotel. Ja, so eines mitten in Tokyo, wo man noch auf dem Boden schläft und die Wände nach Belieben verschieben kann *hihi* Tja und wenn ich schonmal in Japan bin, hab ich meinen Rückflug doch glatt zwei Wochen später gebucht. In diesen zwei Wochen reise ich mit Lena und Sascha durch Japan. Haben uns für umgerechnet 272,- sehr schmerzhafte Euro einen Railpass geholt, mit dem wir durch ganz Japan fahren können. Der Euro steht grad ziemlich miserabel, so dass ich nun für einen identischen Yen-Betrag wie letztes Jahr fast 100 Euro mehr zahlen muss. Das tut echt weh! Aber dennoch freu ich mich so sehr! Wir fahren sogar mit dem Nozomi, das ist der schnellste aller Shinkansen, der so schnell fährt, dass man wohl angeblich seekrank davon werden kann. Mal schauen, ob das stimmt. Musste mir schon für 8,50 Euro (!) Reiseübelkeitskaugummis kaufen. Oh, das werden vier verdammt teure Wochen... Aber wie gesagt, ich freu mich einfach so sehr. Auch auf die Tokyo Game Show, auf der man dieses Jahr erstmalig auch Spiele vor Ort erwerben kann. Haben ohnehin ein hammergeiles Programm und grad überleg ich, ob ich den Laptop nicht doch mitnehmen soll. Aber andererseits wollte ich dieses Schleppen diesmal vermeiden. Also ich hoffe sehr, dass Sascha seinen Laptop dabei hat und ich ihn mal zum bloggen nutzen kann. Versteht aber, wenn ich mich nicht so oft melden kann, wie ich möchte. Haben echt volles Programm.

 

Und da meine Sachen alle noch nicht im Koffer verstaut sind und ich in sechs Stunden los muss, werd ich dann so langsam mal versuchen, eben jene Klamotten und Gastgeschenke im Koffer zu verstauen. Drückt mir die Daumen ,-)

 

2010/09/11, 10:10

2 Kommentare 11.9.10 10:13, kommentieren

Feels like coming home!

Feeling: Good

Doing: Blog-Entry with Isa und Lena

Listening: Notebooks

 

JAPAN, I'm at home =)  Tja, was soll ich sagen, ich bin wohlbehalten in Japan angekommen. Hatte einen recht guten Flug, saßen im Flieger ganz hinten und haben alle Schwankungen des Flugzeuges abbekommen. Aber unser Pilot, Herr Horii, hat uns sicher im Narita Airport abgesetzt. Einer unserer Kommilitonen wurde bereits wenige Minuten nach Ankunft am Flughafen von der japanischen Polizei abgegriffen. Dabei stand er nur allein mit all unseren Koffern rum, während wir uns über die Automaten hermachten. Es handelte sich aber nur um eine Routinekontrolle. Wir sind ja Ausländer, da weiß man ja nie ,-) Als Ausländer schien er wohl etwas verdächtig mit der Vielzahl an Koffern.

 

Jedenfalls haben wir ein hammergeiles Hotel oder besser gesagt ein Ryokan. Das sind diese japanischen traditionellen Hotels, wo man auf Futons auf dem Fußboden schläft. Wobei Futons ja etwas matratzenähnliches sind und nicht diese mehr oder minder peinlichen Jugendbetten von Ikea. Bin mittlerweile auch ziemlich müde, die Fahrt vom Flughafen nach Tokyo in die Innenstadt war sehr anstrengend und auf dem Flug hab ich auch kaum geschlafen. Müssen aber noch einen Blogeintrag von der Uni schreiben. Schaut dort ruhig auch alle mal vorbei.  Jedenfalls wollten wir mit allen 16 LEuten noch was essen gehen und landeten - warum auch immer - in einem koreanischen Restaurant. Dann folgte etwas, was nie jemand für möglich gehalten hätte. Das in einem Land, in dem Reis so fest mit der Tradition verwurzelt ist wie bei uns.... hmm... eigentlich gar nichts... Die Bedienung, die sichtlich überfordert von der lauten Horde an riesigen Menschen war, erzählte uns, sie hätten keinen Reis mehr! KEIN REIS??? IN JAPAN?? Hmpf, das gibt zu denken. Sind dann auf Suppe umgestiegen, muss aber sagen, dass mir die japanische Küche dann doch lieber ist. 

 

Nachdem wir uns auf dem Rückweg zum Hotel mit unserer Dreiergruppe dann doch leicht verlaufen haben, konnten wir uns dann doch ohne Hilfe zurechtfinden. Naja, selbst wenn wir jemanden gefragt hätten, hätten wir deren Antwort eh nicht verstanden. Hab vorhin auch bereits mit den Mädels gemeinsam gebadet. Oh wie ich das Baden hier liebe =) Zuhause bade ich ja gar nicht gerne, aber hier schon. Es ist so toll! Ich liebe es hier einfach so sehr!! Okay, auf dem Hinflug musste ich schon sehr sehr oft an Mu denken. Und ja Schatz, ich vermiss dich! Muss aber auch ehrlich zugeben, dass ich mich hier einfach so unendlich wohl fühle und es schon mein Traum wäre, mal für einen längeren Zeitraum hier zu leben. Muss ja nicht gleich ein ganzes Jahr sein, aber es würde so viel helfen. Für die Sprache, für alles einfach... Ich bin sogar von den Pflanzen, die einfach in Tokyo mitten in den kleinen Gassen stehen, begeistert. Und hier im Ryokan laufen überall Geckos rum! Die kleben draußen einfach so an den Wänden, auf den Dächern und den Fenstern! Und unser Garten erst! Ein Traum! Ein winziger Traum zwar, aber mit großen Bäumen und einem Teich. Hey, wir sind MITTEN in Tokyo! Der größten Stadt der Welt!! Das ist so unglaublich, ich fass das alles noch nicht. Und von der ersten Minute an hab ich mich einfach daheim gefühlt. Alles so vertraut und doch so fremd, aber ich fühle mich wohl...

 

So, nun müssen wir unseren Uni-Blog noch beenden. Werde mich auch ins Bett begeben und in Deutschland fangen die Simpsons gleich an. Wünsch euch allen eine gute Nacht! Oyasuminasai!

 

2010/09/13, 00:59

1 Kommentar 12.9.10 18:00, kommentieren

Die Stadt der Superlative

Feeling: Recht erschöpft mit schmerzenden Füßen

Drinking: Kalter grüner Tee aus dem Kombini

Thinking: <3

Eating: Hmm, so nen helles, süßes Brot ähnlich wie ein Milchbrötchen mit einer Füllung, die schmeckt wie eine Mischung aus Birne und Vanille, aber auf deren Verpackung Süßkartoffeln abgebildet sind...

Watching: Merkwürdige japanische Fernsehshows, die ich wohl nie nie nie verstehen werde xD

 

Tja, nun sind ein paar Tage vergangen und ich komm kaum hinterher mit meinem Bericht. Denn irgendwie ist einfach viel zu viel passiert, einfach viel zu viel erlebt, um alles noch wiedergeben zu können. Es ist erstaunlich. Erst gestern war ich mit einigen Freunden in Akihabara, doch es kommt mir bereits wie eine Ewigkeit vor. Und grad fällt mir nichtmal mehr ein, was wir eigentlich heute morgen überhaupt gemacht haben, weil seitdem schon eine gefühlte Woche vergangen ist. Naja, werde ich halt mal in unserem Programmheft spicken.

 

Übrigens sind unsere offiziellen Berichte auf cooljapan-frankfurt.de einsehbar

 

- ... und was essen eigentlich die dicken Sumo-Ringer? -

Montag waren wir im Sumô-Viertel der Stadt, Ryôgaku. Da musste ich ständig an meinen Vater denken. Nicht weil er die Statur eines Sumo-Ringers hat (denn die hat er echt nicht), sondern weil in seiner Vorstellung scheinbar ganz Japan einzig und allein aus Sumoringern besteht. Egal, welches Thema ich anspreche, irgendwie kommen wir immer auf Sumo zu sprechen und jedesmal versuche ich zu erklären, dass nur ein schwindend geringer Prozentsatz der Japaner wirklich dick ist. Aber nunja, jedenfalls kamen wir in dem Viertel an und im gleichen Augenblick trottete auch ein im leichten Männeryukata bekleidet einer dieser Kolosse an uns vorbei. Bei unserer Tour durch das Viertel haben wir auch ein Wohnheim für Sumoringer gesehen und einen Stall, in dem die lebe... äh kämpfen und trainieren^^ Ziemlich ausgehungert folgte dann eines der tollsten Restaurants, in denen ich je gewesen bin. Nicht ganz billig zwar, aber sein Geld echt wert. Dieses Restaurant war nämlich früher mal ein Sumoring und man selbst sitzt um diesen Ring drumrum und kann noch die verschiedenen farbigen Tische in jeder Ecke sehen usw. Jedenfalls war das Essen hervorragend, auch wenn das Sitzen auf dem Boden nach einer Weile echt anstrengend ist. Denn wirklich viel Platz hatte man bei diesen Mini-Tischen nun echt nicht. Und grade sehe ich richtig vor meinem geistigen Auge, wie mein Vater nun gefragt hätte, wie sich denn dann wohl die Sumoringer da hinsetzen würden ,-)

 

Weiteres Highlight war ein Verlagsbesuch bei Shonen Jump. Okay das dürften sicher die wenigsten kennen, aber in Japan ganz oben an der Spitze der Herausgeber für wöchentliche Manga-Magazine. Nur zur Info: In den Produktionen dieses Verlages erschienen namhafte Serien wie One Piece oder auch Naruto. Der Kerl, der geduldig all unsere Fragen beantwortete, war echt witzig. Er wurde gefragt, was passiert, wenn die Anime-Umsetzung eines im Heft erschienen Manga so schnell geht, dass sie den Manga als Originalvorlage eingeholt hat. Er meinte, dann würden solche Lückenfüller-Episoden produziert oder man mache es wie bei Dragonball, wo es 30 Minuten lang einfach nur "whaaaa" geht. Das sah so genial aus, wie er dann dort stand und so tat, als würde er Energie für eine Superattacke sammeln, nur halt keine 30 Minuten lang^^

 

- Wenn Erwachsene zu Kindern werden -

Gestern waren wir bei Namco Bandai, dem drittgrößten Vertreiber für Videospiele Japans.  Von den vier ausschließlich auf japanisch gehaltenen Vorträgen hab ich verstanden... äh... nicht wirklich so viel. Bei der Präsentation über Arcade Automaten wurde ich so müde, dass ich ständig kurz weggenickt bin. Als Referentin würde ich persönlich es als übelste Beleidigung auffassen, wenn da plötzlich einige meiner Hörer einschlummern, aber Japanern scheint dies völlig egal zu sein. Dort ist es fast schon normal mitten in Meetings, Vorträgen, Vorlesungen usw. einfach zu schlafen. Powernapping auch Inemuri genannt. Aber eigentlich schläft ja wirklich niemand von denen! Die konzentrieren sich nur alle sehr stark *zwinker zwinker* Ach irgendwie sind se schon knuffig, diese kleinen Japaner mit ihren Macken. Aber ich kann einfach nicht genug davon bekommen^^ Nach den Vorträgen dort gingen wir in die Lobby und durften zahlreiche wahnwitzige Arcadegames ausprobieren! Was war das geil!!! Alles mögliche an Ballergames mit Waffen, ein Spiel bei dem man selbst auf einem Fahrrad sitzt und je mehr man strampelt, umso schneller fliegt das Objekt auf dem Bildschirm. Man muss steuern, indem man dich zur Seite legt. Da ich zur Fotografin ernannt wurde und seit zwei Tagen mit Michas digitaler Spiegelrelex *yeehaaa* durch die Gegend laufe, hab ich so gut wie nichts ausprobiert, dafür aber hunderte von Bildern gemacht. Ein Spiel durfte ich aber auch testen, was wohl erst seit letztem Jahr auf dem Markt ist. Ein Vierspielerarcade, in dem man sich mit Panzern beschießen muss. Es wird ein Bild von einem gemacht und man sieht sich selbst und die anderen als Gegner auf dem Monitor fahren. Außerdem ruckelt der Sitz mit jedem Schuss, den man abfeuert. Boah, was hat das Spaß gemacht. Vor allem, da ich die Runde gewonnen hatte *hehe* Hab sogar gegen unseren Konsolengeek gewonnen *yosh* Die Japaner waren wohl nicht ganz auf die Horde emotionsfreudiger Ausländer vorbereitet. Scheinbar waren wir beim Amüsieren so laut, dass da echt Leute aus ihren Büros kamen, um zu gucken, was da los sei. Aber es war eine Freude zu sehen wie sehr es die Entwickler amüsiert hat, uns zuzuschauen. Auch als die Entwickler selbst ihre eigenen Spiele vorgeführt haben, hat man ihnen angesehen, dass das Kind im Manne in diesen Augenblicken einfach siegt. Schade, dass wir dann irgendwann gehen mussten. Glaube, die Leute hätten uns noch ne Stunde beim Spielen zugucken können und über unsere überschäumende Freude =)

 

- kawaiiiiiii~~ -

Gut, darunter kann sich natürlich keine Sau was vorstellen. Also^^ In Tokyo gibt es ein Viertel names Akihabara, ein wahres Mekka für alle Otakus, Mangafans, Nerds, Animefreaks, Videospielverrückte und Konsorten. Dort gibt es alles, was das Herz eines jeden Fans begehrt. Wirklich ALLES!! Mauspads mit Polstern in Form von gut gebauten weiblichen Brüsten, PC-Mäuse mit dem Aussehen von Ostereiern, Schlüsselanhänger in nichtmehr zu erfassenden Mengen (es gibt sogar von den einzelnen U-Bahnen Tokyos Schlüsselanhänger), Sammelfiguren in sämtlichen - ja sämtlichen! - Größen und Preisklassen, Plüschis von Zeldas Link, Plüschis von Kirby im Linkkostüm, von Fans produzierte Mangas zu ihren Lieblingsserien, ... Dort gibt es einen Laden, der einzig und allein der Serie Evangelion gewidmet ist, DAS Café der Cafés, nämnlich das Gundam Café!! Leider muss man rund ne Stunde anstehen, um dort einen Kaffee trinken zu können, aber was macht man nicht alles für seine Lieblingsserie? Und Gundam ist neben Evangelion die beliebteste Mecha-Serie Japans und seit Jahrzehnten ein Verkaufsrenner für peinliches Merchandise. Desweiteren gibt es in Akihabara Maid Cafés. Dort stehen dutzend süßer Mädels in noch süßeren Kostümchen auf der Straße und versuchen Besucher zu locken, die dann in ihre Läden kommen und unbedingt für 13 Euro zwei Kugeln Eis kaufen möchten. Übrigens funktioniert das ziemlich gut. Tja, auch wir waren in einem solchen Maid Café und es war ein Erlebnis! Wir hatten eine Führung gebucht. Normalerweise muss man fast 2 Monate warten, aber per Zufall war heute noch ein Termin frei und wir konnten an einer Führung mitmachen. So kam es, dass wir 120 Minuten lang hinter zwei herrlichen kitschig knuffigen Japanerinnen im Kellnerninnenoutfit durch ein dutzend irrer Geschäfte geführt wurden. Okay, die beiden waren echt nett und süß, aber dieses ständige Gelaber mit den hohen Fiepsstimmchen (scheint wohl süß zu sein...) und die künstlichen Wimpern und und und... naja alles sehr strange einfach. Mit den beiden waren wir in einem Maid Café. Dort ist Fotografieren strengstens verboten und Anfassen der Bunnys sowieso. In dem Laden liefen alle in kurzen Petticoats durch die Gegend und hatten solche Schlappöhrchen-Mützen auf. Okay, die waren schon süß... Aber dieses gekünstelte Fürsorgliche ist echt nicht mein Ding. Ständig winken die einem zu und wir hatten die große ehre, ihnen beim Singen zuzuhören! Für die ganz guten (zahlenden) Kunden, rühren die einem sogar das 8 Euro teure Glas Cola um! Tja, da wir was kaufen mussten, entschied ich mich ebenso für 0,3 Liter Melonensoda, die mich auch nette 8 Euro umgerechnet kostete... Aber dafür hat mir die eine Maid mit ihrem Öhrchen gewunken! Wenn das das Geld mal nicht absolut wert war... *seufz* Aber süß sind sie doch irgendwie auf eine sehr befremdliche Art... Teilweise so süß, dass man sie stundenlang einfach knuddeln könnte, bis ihnen die Luft wegbleibt. Ähnlich wie Agnes aus dem neuen Kinofilm mit ihrem "It's so fluffy" und sie ihr Unicorn fast zerdrückt. Bei dem Gedanken muss ich grad an Mu denken =) Einer der wenigen Gründe, weshalb ich mich freue, wenn ich wieder heim komme ,-) Übrigens heißt 'kawai' soviel wie 'niedlich'.

 

- Oyasuminasai -

Nungut, eigentlich hätte ich noch viel viel viel mehr, aber vielleicht bekomm ich den Laptop ja bald mal wieder. Währenddessen versuche ich hier weiterhin das Beste aus allem rauszuholen. Manche Japaner versteh ich übrigens sehr gut, mit einigen kann ich mich wirklich unterhalten. Aber manch andere ... ach ja... Ich brauch unbedingt mehr Sprachpraxis... Aber mit den zwei Stunden pro Woche an der Uni ist das ja unmöglich. Aber bevor der Gedanke mich zu sehr deprimiert und ich bemerke, wie schlecht es ist, dass die letzten drei Sätze alle mit dem gleichen Wort anfingen, werd ich dann mal ins Bett gehen. Ist ja schon halb 1 in der Nacht, in Deutschland halb 6 abends. Ich leg mich hin, so langsam gehen mir hier einige Studenten auf den Wecker, nach gerade mal 3 Tagen. Aber vielleicht bin ich da etwas eigen. Bissi Ruhe wäre ganz nett. Also besser gesagt Ruhe von den anderen, mal alleine weggehen. Denn arg.. nunja... Mir geht so ziemlich jeder nach ein paar Tagen voll auf den Wecker egal wie gut man befreundet ist.... Tja, sorry für das Offtopic, aber ist ja egal. Gute Nacht zusammen! ^^

 

Listening: Schnaufen der Zimmernachbarn...

Watching: Merkwürdige Show im TV über Essen

Thinking: Na toll, jetzt hab ich Hunger

Eating: None.... T_T

 

2010/09/16, 00:34

1 Kommentar 15.9.10 17:39, kommentieren

Zusammenhangloses Geschreibsel

Tjoa, was soll ich groß sagen... Da ich mit meinem Schatz chatte, hab ich keine Zeit zum bloggen, auch wenn ich mir nach ewigem Kampf einen Laptop ergattert habe... Zumal gings mir heute nicht besonders gut, obwohl wir ein hammergeiles Programm mal wieder hatten. Just in diesem Moment is mir auch wieder leicht übel und den Tag über wurde mir öfter mal schwindlig vor Augen. Als meine Dozentin meinte, ich sehe blass aus, hab ich dann auch mehr getrunken, aber so den gewünschten Erfolg hatte das nicht...

 

Aber kommen wir mal zu wichtigeren Sachen. Hoffe ihr lest alle unseren Uni-Blog. Der wird regelmäßig aktualisiert. Auch GB-Einträge dort sind gerne gesehen. Verbreitet auch ruhig den Link =)

 

Watching: Isa und Christopher, wie sie den Blogeintrag schreiben

Drinking: Calpis

Feeling: Bissi schwindelig

Thinking: Oh fuck, in wenigen Stunden wieder aufstehen...

Gestern Abend konnte ich die anderen überreden mit nach Shibuya zu kommen. Ich mag es dort. Zwar könnte ich es auf Dauer nie dort aushalten, aber so hin und wieder ists einfach sensationell! Ich sag euch, ein Highlight jagt das nächste! In Shibuya ist die berühmteste Kreuzung der Welt. Die, die am häufigsten gefilmt wird, weil da auf einen Schlag hunderte Menschen rüberströmen, sobald die Ampeln im 3-Minutentakt auf Grün schalten. Könnte ja bei YouTube mal suchen ,-)  Dort waren wir zur Rush Hour!! Und jeder hat ja schonmal was von den U-Bahn-Schubsern gehört. Es gibt sie wirklich. Zwar hatten wir eine Linie, in der nicht ganz so viel los war, aber 'Freee Hugs' gabs dann doch in der Bahn. Und in Shibuya war die Hölle los. Wie ein Kommilitone sagte: Er dachte im Fernsehen immer, das wäre alles übertrieben und überspitzt, aber in Wirklichkeit ist noch alles viel viel viel bunter, lauter, voller, anstrengender, wirrer, unübersichtlicher, chaotischer als er jemals angenommen hätte! Wahre Worte! Es erschlägt einen echt! So viele Menschen hab ich noch nie gesehen... Alles so laut... Wollte dort nach Klamotten gucken, aber als Lena und ich in den ersten Laden latschten, viel mir spontan wieder ein, warum ich in Japan keine Unterwäsche kaufen kann. Bei den BH-Größen fängt es bei einem Umfang (für die Männer: das ist übrigens die Zahl, die immer vor dem Buchstaben geht, z.B. Körbchengröße bzw. BH-Größe 80C) von 60 Zentimetern an und hört bei 75 auf. Is also nix mit 80, 85 usw.  Naja, wenigstens Geld gespart. Denn genau das bereitet mir etwas Sorgen. Is doch alles wesentlich teurer als erwartet, dank des ungünstigen Wechselkurses und der wahnwitzigen zusätzlichen Ausgaben. An einem Tag braucht man rund 10 Euro allein fürs U-Bahnfahren! Dann noch 10 Euro an Essen, wenn man denn was günstiges findet. Gefrühstückt wird sowieso nicht, vielleicht mal ein dreieckiges Reisbällchen für nen Euro... Das werden noch drei sehr sehr üble Wochen werden...

 

Aber mal was erfreulicheres. Es gibt da so einige Dinge, die ich unglaublich liebe. Unter anderem Purikura. Das sind diese irren kleinen Fotosticker, für die es hier hunderte Automaten gibt. Die Sticker kann man noch vor dem Ausdrucken bearbeitet und mit Sternchen, Blümchen usw. versehen. Tja, wie geschaffen also für verrückte kleine Antjes. Hab einen saugeilen Laden für Purikura gefunden, wo nur Frauen in die Automaten dürfen. Das hat den Grund, da man sich vorne kostenlos Kostüme ausleihen kann für die Bilder. Lena und ich haben welche machen lassen mit Schulmädchenuniformen^^ Muss die daheim unbedingt rumzeigen. Die Augen werden von der Maschine automatisch vergrößert und der Kontrast verstärkt, die Haut im Gegensatz dazu weichgemanscht ohne Ende. Ich seh auf den Bildern aus, als sei ich 8 Jahre alt! Tja, ich dummes Ding hab natürlich vergessen nur welche mit mir drauf zu machen, die ich dann auf die Postkarten kleben wollte. Doch zum einen hab ich in ganz Tokyo noch keine einzige Postkarte gefunden und zum anderen hatte ich gehofft, dass ich nochmal nach Akihabara zurückkomme. In Shibuya hab ich nen Laden gefunden, die auch Kostüme hatten, aber die hatten schon dicht. Schade, ich wollte unbedingt für Mu ein Bild im Maid-Kostüm auf die Postkarte kleben. Aber leider is noch nichts draus geworden. Sorry Hase!

 

Achja, ich wollte unbedingt noch von unserem Besuch bei Sony und im Ghibli Museum berichten, aber das mach ich ein ander mal, sollte echt schlafen. Morgen wird ein mörderischer Tag! Drückt mir die Daumen, dass es mir wieder besser geht und ich mal öfter Zeit finde, um all meine Eindrücke niederzuschreiben. Hab ne japanische Demo gesehen, ein Softeis mit Sesamgeschmack gegessen, welches eine graue Farbe hatte, dafür war der Frapuccino bei Starbucks grün. Die Polizisten passen auf, dass man richtig über den Zebrastreifen gelangt, die Rolltreppen sprechen mit einem, dafür findet man nie einen Mülleimer genausowenig wie Bänke oder andere Sitzgelegenheiten. Die Getränkedosen lächeln einen an, weil sie Smileygesichter haben, manch ein Japaner wechselt den Sitzplatz sobald man sich neben ihn setzt, andere wiederum scheinen regelrecht Angst vor einem zu haben. Man wechselt hier 20 mal am Tag die Schuhe, in den kleinen Supermärkten gibt es Mikrowellen, dafür bin ich aber zu blöd um nen Wasserkocher hier zu bedienen, denn die haben rund 10 verschiedene Knöpfe... Das Wetter macht mir zu schaffen und eigentlich entschuldige ich mich den ganzen Tag nur bei Japaner für... naja für alles eigentlich. Tja, dieses Land hat so seine Eigenheiten. Aber da ich selbst ja ein Mensch voller Macken bin, ist Japan einfach optimal für mich^^" Jedenfalls hau ich mich nun in die Kiste nachdem ich mich schweren Herzens aus dem Facebookchat gerissen habe. Gute Nacht und schönes Wochenende!

 

Watching: Geckos draußen (hab mich in den Flur gesetzt)

Feeling: Recht okay (Anjas Email und das Chatten mit Mu haben mich aufgebaut)

Eating: Nen Apfel, den ich durch die Quarantänestation am Flughafen geschmuggelt hab und wegen dem nun wahrscheinlich halb Japan aussterben wird *gg*

Drinking: Gratis-Tee^^

 

Oyasuminasai!

 

2010/09/18, 01:13

1 Kommentar 17.9.10 18:14, kommentieren